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Shoka Shofutai mit zwei Materialien
von Professor Furukawa


Shoka Shofutai

Aus dem Rikka entwickelte sich etwa seit dem 15. Jahrhundert die zweite Grundform des Ikebana: das Shoka (übersetzt: "gestellte, lebendige Blume"), das im 18./19. Jahrhundert seine Blütezeit erlebte. In seinen Grundformen und Regeln ist es wesentlich einfacher als das Rikka und betont in seiner strengen und schlichten Anordnung in besonders deutlicher Weise die Eigenart der Natur der jeweils verwendeten Pflanzen.

Aus dem Shoka-Gefäß, das ursprünglich die Erde, aus der alles Leben erwächst, darstellte, steigt aus einer gemeinsamen Fußlinie das Arrangement auf, um sich dann stufenweise in die drei Hauptteile, Shin, Soe und Tai zu entfalten. Man unterscheidet Arrangements, die entweder aus einem oder aus zwei Materialien gearbeitet werden und in ihrer Erscheinungsform strenger und schlichter wirken als die moderne Variante, die dem Gestalter durch die Verwendung von drei Materialien mehr individuelle Freiheit läßt.



Shoka Shimputai

Shimputai ist eine moderne Form des Shoka, die 1977 von Ikenobo Senei, dem 45. Headmaster der Ikenobo-Schule, neu gestaltet wurde. Er nimmt damit eine Form des 17. Jahrhunderts auf, in der deutlich die beiden Elemente des Kosmos - "Yo" und "In" (chin. "Ying" und "Yang") - einander gegenüber gestellt sind und sich zugleich zur vollkommenen geometrischen Figur des Kreises ergänzen. Das Shoka Shimputai gewinnt seinen Ausdruck durch die sich kontrastierenden Hauptlinien Shu und Yo sowie durch die sie ergänzenden Ashirai-Linien. Seine Erscheinungsform ist klar, einfach und überraschend in der Kombination ungewöhnlicher Pflanzen.


Shoka Shimputai
von Prof. Manabu Noda

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